Affiliate-Marketing für Einsteiger: So funktioniert es
Affiliate-Marketing für Einsteiger:
So funktioniert es wirklich
Affiliate-Marketing gehört zu den Möglichkeiten, online Geld zu verdienen, die sich mit vergleichsweise geringen Startkosten ausprobieren lassen. Du brauchst kein eigenes Produkt und musst dich weder um Versand noch um die Abwicklung von Bestellungen kümmern.
Ganz ohne Arbeit funktioniert es allerdings nicht. Damit aus einer Empfehlung tatsächlich Einnahmen entstehen können, brauchst du passende Produkte oder Dienstleistungen, hilfreiche Inhalte und Menschen, die sich für diese Angebote interessieren.
In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie Affiliate-Marketing funktioniert, welche Voraussetzungen du für den Einstieg brauchst und wie du sinnvoll damit beginnen kannst.
In diesem Artikel erfährst du
- Was ist Affiliate-Marketing und wie funktioniert es?
- Was brauchst du für den Einstieg?
- Wie findest du ein geeignetes Thema?
- Wo findest du passende Affiliate-Programme?
- Wie erreichst du die richtigen Leser?
- Welche Vorteile und Nachteile hat Affiliate-Marketing?
- Welche Fehler solltest du am Anfang vermeiden?
- Wie kannst du konkret starten?
1. Was ist Affiliate-Marketing und wie funktioniert es?
Beim Affiliate-Marketing empfiehlst du Produkte oder Dienstleistungen eines anderen Unternehmens. Dafür erhältst du einen persönlichen Affiliate-Link, über den der Anbieter erkennen kann, dass ein Besucher durch deine Empfehlung auf sein Angebot aufmerksam geworden ist.
Kauft dieser Besucher anschließend etwas oder führt eine andere vereinbarte Aktion aus, erhältst du dafür eine Provision. Für den Käufer wird das Produkt dadurch in der Regel nicht teurer.
Ein einfaches Beispiel
Angenommen, du schreibst auf deiner Website über ein Programm, das du selbst verwendest und empfehlen kannst. Der Anbieter hat ein Affiliate-Programm und stellt dir einen persönlichen Empfehlungslink zur Verfügung.
Ein Leser klickt auf diesen Link und kauft das Programm für 100 Euro. Vereinbart ist eine Provision von 20 Prozent. In diesem Fall erhältst du 20 Euro Provision.
Ob und wie lange ein Kauf deinem Empfehlungslink zugeordnet werden kann, hängt vom jeweiligen Partnerprogramm ab. Häufig wird dafür ein sogenanntes Cookie gesetzt. Die Bedingungen unterscheiden sich jedoch: Manche Programme berücksichtigen einen Kauf nur innerhalb weniger Tage, andere über einen längeren Zeitraum.
Auch die Art der Vergütung kann unterschiedlich sein. Neben einem prozentualen Anteil am Verkauf gibt es beispielsweise feste Beträge für einen Verkauf oder eine bestimmte Aktion.
Affiliate-Marketing ist mehr als einen Link zu setzen
Der Affiliate-Link selbst ist nur der technische Teil. Entscheidend ist, warum jemand überhaupt auf deine Empfehlung aufmerksam wird und ihr vertraut.
Ein hilfreicher Ratgeber, ein ausführlicher Vergleich oder eine verständliche Anleitung kann einem Leser bei einer konkreten Entscheidung helfen. Passt das empfohlene Produkt tatsächlich zu seinem Bedarf, kann daraus ein Kauf entstehen.
Affiliate-Marketing bedeutet deshalb nicht einfach, möglichst viele Links zu verteilen. Die eigentliche Arbeit besteht darin, hilfreiche Inhalte zu erstellen und passende Empfehlungen sinnvoll darin einzubinden.
2. Was brauchst du für den Einstieg?
Für Affiliate-Marketing brauchst du zunächst erstaunlich wenig. Ein eigenes Produkt, Warenlager oder Startkapital für den Einkauf von Produkten ist nicht erforderlich.
Brauchst du eine eigene Website?
Eine eigene Website ist für Affiliate-Marketing nicht zwingend erforderlich. Je nach Partnerprogramm können Empfehlungen beispielsweise auch über YouTube, Pinterest, Social Media oder einen Newsletter verbreitet werden.
Eine Website hat allerdings einige Vorteile. Du kannst ausführliche Ratgeber, Vergleiche und Anleitungen veröffentlichen und bist bei deinen Inhalten weniger von einer einzelnen Social-Media-Plattform abhängig. Außerdem können ältere Artikel über Suchmaschinen oder Pinterest noch lange nach ihrer Veröffentlichung gefunden werden.
Ganz kostenlos ist dieser Weg nicht. Für eine eigene Website fallen normalerweise zumindest Kosten für Domain und Hosting an. Wer WordPress verwendet, kann dagegen bereits mit kostenlosen Themes und Erweiterungen beginnen und später nur das ergänzen, was tatsächlich benötigt wird.
Was brauchst du außerdem?
Wichtiger als eine umfangreiche technische Ausstattung sind ein geeignetes Thema, die Bereitschaft zur Recherche und die Fähigkeit, Informationen verständlich aufzubereiten.
Du solltest die Produkte oder Dienstleistungen, die du empfiehlst, außerdem gut kennen. Idealerweise hast du sie selbst verwendet oder getestet. Ist das nicht möglich, solltest du gründlich recherchieren und transparent machen, worauf deine Einschätzung beruht.
Für den Anfang brauchst du auch keine lange Liste kostenpflichtiger Programme. Vieles lässt sich zunächst mit kostenlosen oder bereits vorhandenen Werkzeugen erledigen. Investieren kannst du später immer noch, wenn du weißt, welches konkrete Problem ein kostenpflichtiges Tool für dich löst.
3. Wie findest du ein geeignetes Thema?
Ein häufiger Rat beim Affiliate-Marketing lautet, sich eine möglichst profitable Nische zu suchen. Die Höhe möglicher Provisionen sollte bei der Themenwahl aber nicht das einzige Kriterium sein.
Wenn du über längere Zeit Inhalte zu einem Thema erstellen möchtest, solltest du dich auch selbst dafür interessieren. Noch besser ist es, wenn du bereits Kenntnisse oder Erfahrungen mitbringst.
Gleichzeitig reicht persönliches Interesse allein nicht aus. Drei Fragen helfen dir bei der Auswahl:
Interessiert mich das Thema auch langfristig?
Kann ich mir vorstellen, mich damit über Monate oder Jahre zu beschäftigen?
Gibt es dafür eine Nachfrage?
Suchen Menschen nach Informationen, Lösungen, Vergleichen oder Empfehlungen zu diesem Thema?
Gibt es passende Produkte oder Dienstleistungen?
Existieren Angebote, die sich sinnvoll empfehlen lassen und für die geeignete Partnerprogramme vorhanden sind?
Nicht zu groß – aber auch nicht zu eng denken
Ein sehr breites Thema wie „Geld verdienen“ macht es schwer, eine klare Zielgruppe anzusprechen. Eine extrem enge Nische kann dagegen dazu führen, dass dir nach wenigen Artikeln die Themen ausgehen.
Hilfreich ist deshalb, schon vor dem Start mögliche Artikelideen zu sammeln. Fallen dir problemlos zehn, zwanzig oder mehr sinnvolle Fragen und Themen ein, ist das zumindest ein gutes Zeichen dafür, dass sich daraus längerfristig Inhalte entwickeln lassen.
Thema und Zielgruppe gehören zusammen
Ein Thema allein sagt noch wenig darüber aus, für wen du deine Inhalte erstellst.
Nehmen wir künstliche Intelligenz als Beispiel. Ein Selbstständiger, der mit KI seine Arbeitsabläufe vereinfachen möchte, sucht nach anderen Informationen als jemand, der KI zum ersten Mal ausprobiert und zunächst verstehen möchte, was damit überhaupt möglich ist.
Frage dich deshalb nicht nur:
„Über welches Thema möchte ich schreiben?“
sondern auch:
„Wem möchte ich mit meinen Inhalten wobei helfen?“
Du musst deine Zielgruppe dabei nicht von Anfang an bis ins kleinste Detail festlegen. Eine grundsätzliche Vorstellung davon, welche Menschen du ansprechen und welche Fragen du für sie beantworten möchtest, gibt deinen Inhalten aber eine klare Richtung.
4. Wo findest du passende Affiliate-Programme?
Wenn Thema und Zielgruppe feststehen, kannst du nach geeigneten Partnerprogrammen suchen. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Du kannst direkt bei einzelnen Unternehmen nach einem Partnerprogramm suchen oder ein Affiliate-Netzwerk beziehungsweise einen Affiliate-Marktplatz nutzen.
Direkte Partnerprogramme
Viele Unternehmen bieten ein eigenes Partnerprogramm an oder verlinken von ihrer Website auf die entsprechende Anmeldung.
Hinweise findest du häufig im Footer unter Bezeichnungen wie „Partnerprogramm“, „Affiliate“, „Partner“ oder „Empfehlungsprogramm“.
Alternativ kannst du gezielt danach suchen:
[Name des Anbieters] + Affiliate-Programm
oder
[Name des Anbieters] + Partnerprogramm
Vor einer Anmeldung solltest du dir die Bedingungen ansehen. Interessant ist nicht nur die Höhe der Provision. Prüfe beispielsweise auch, welche Produkte vergütet werden, wie lange eine Empfehlung zugeordnet wird, wann Provisionen ausgezahlt werden und welche Werbemethoden erlaubt sind.
Affiliate-Netzwerke und -Plattformen
Über Affiliate-Netzwerke kannst du an einer zentralen Stelle zahlreiche Partnerprogramme finden. Tracking, Statistiken und die Abrechnung der Provisionen werden dabei in der Regel ebenfalls über das Netzwerk abgewickelt.
Drei Beispiele sind:
Awin – ein großes Affiliate-Netzwerk mit Partnerprogrammen aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Als Publisher kannst du dich bei passenden Unternehmen um eine Partnerschaft bewerben.
Awin für Publisher
ADCELL – ein Affiliate-Netzwerk mit Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Markt. Publisher können nach Partnerprogrammen aus zahlreichen Kategorien suchen und sich kostenlos anmelden.
ADCELL für Publisher
Digistore24 – hier findest du insbesondere viele digitale Produkte und Dienstleistungen. Über den Affiliate-Marktplatz kannst du Angebote suchen, Informationen zur Vergütung ansehen und eine Partnerschaft mit dem jeweiligen Anbieter eingehen. Bei manchen Angeboten erfolgt die Annahme automatisch, bei anderen entscheidet der Anbieter über die Anfrage.
Digistore24 für Affiliates
Nicht jedes Programm nimmt jeden Bewerber an
Bei vielen Partnerprogrammen musst du dich zunächst bewerben. Der Anbieter kann sich deine Website oder deinen Kanal ansehen und entscheiden, ob deine Inhalte zu seinem Angebot passen.
Gerade bei einer ganz neuen Website kann es deshalb sinnvoll sein, zunächst einige gute Inhalte zu veröffentlichen und sich anschließend bei passenden Programmen zu bewerben.
Nicht nur auf die Provision schauen
50 Prozent Provision klingen zunächst attraktiver als 10 Prozent. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, mit welchem Programm du tatsächlich mehr verdienen wirst.
Ein Produkt, das gut zu deinen Lesern passt und das du überzeugend erklären kannst, kann wesentlich sinnvoller sein als ein hoch vergütetes Angebot, für das deine Zielgruppe kaum Verwendung hat.
Und natürlich gilt: Eine hohe Provision ist kein guter Grund, ein Produkt zu empfehlen, von dem du selbst nicht überzeugt bist.
5. Wie erreichst du die richtigen Leser?
Auch das beste Partnerprogramm bringt dir wenig, wenn niemand deine Inhalte findet. Beim Affiliate-Marketing brauchst du deshalb einen Weg, Menschen zu erreichen, die sich bereits für dein Thema interessieren oder nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem suchen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Eigene Website und Suchmaschinen
Mit einer eigenen Website kannst du Ratgeber, Anleitungen, Erfahrungsberichte und Vergleiche veröffentlichen. Über Suchmaschinen können diese Inhalte auch lange nach ihrer Veröffentlichung noch gefunden werden.
Dabei sind die passenden Besucher wichtiger als eine möglichst große Besucherzahl. Ein Artikel, der eine konkrete Frage beantwortet, kann für Affiliate-Marketing wertvoller sein als ein allgemeiner Beitrag mit vielen Aufrufen, dessen Leser sich gar nicht für die empfohlenen Produkte interessieren.
Pinterest funktioniert etwas anders als klassische soziale Netzwerke. Viele Nutzer suchen dort gezielt nach Ideen, Anleitungen und Lösungen und können über einen Pin auf deine Website gelangen.
Ein weiterer Vorteil: Pins können auch längere Zeit nach ihrer Veröffentlichung noch gefunden werden und Besucher zu einem Artikel bringen.
YouTube
Auch YouTube wird häufig gezielt zur Suche nach Informationen genutzt. Tutorials, Vergleiche, Erfahrungsberichte und Anleitungen eignen sich gut, um Produkte oder Dienstleistungen ausführlicher zu erklären.
Affiliate-Links können beispielsweise in der Videobeschreibung auf passende Angebote führen. Dabei müssen natürlich die jeweiligen Kennzeichnungs- und Plattformregeln beachtet werden.
Social Media
Instagram, TikTok, Facebook und andere soziale Netzwerke können ebenfalls dabei helfen, eine Zielgruppe aufzubauen und auf deine Inhalte aufmerksam zu machen.
Allerdings verlangen soziale Netzwerke häufig regelmäßig neue Inhalte. Außerdem bist du stärker von der jeweiligen Plattform, ihren Regeln und ihren Algorithmen abhängig.
Newsletter
Mit einem Newsletter kannst du interessierte Leser wiederholt erreichen, ohne darauf angewiesen zu sein, dass ein Algorithmus ihnen deine Inhalte zeigt.
Dafür musst du allerdings zunächst Abonnenten gewinnen. Auch die rechtlichen Anforderungen an E-Mail-Marketing müssen berücksichtigt werden.
Du musst nicht überall gleichzeitig sein
Gerade am Anfang ist es kaum sinnvoll, gleichzeitig eine Website aufzubauen, YouTube-Videos zu produzieren, mehrere soziale Netzwerke zu bedienen, Pinterest-Pins zu erstellen und noch einen Newsletter zu schreiben.
Besser ist es, einen Hauptkanal auszuwählen und gegebenenfalls einen zweiten Kanal zu nutzen, der diesen sinnvoll unterstützt.
Eine Website kann beispielsweise der Ort sein, an dem deine ausführlichen Inhalte liegen, während Pinterest Besucher zu diesen Artikeln bringt. Bei einem anderen Thema kann wiederum YouTube der bessere Hauptkanal sein.
Entscheidend ist nicht, auf möglichst vielen Plattformen vertreten zu sein, sondern dort präsent zu sein, wo deine Zielgruppe tatsächlich nach Informationen sucht.
6. Welche Vorteile und Nachteile hat
Affiliate-Marketing?
Affiliate-Marketing hat einige Eigenschaften, die den Einstieg erleichtern. Gleichzeitig solltest du auch die Nachteile kennen, bevor du dich dafür entscheidest.
Vorteile
Geringe Startkosten: Du brauchst kein eigenes Warenlager und musst keine Produkte einkaufen.
Keine eigene Bestellabwicklung: Verkauf, Bezahlung und Lieferung übernimmt der Anbieter.
Große Auswahl: Partnerprogramme gibt es für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen.
Inhalte können längerfristig wirken: Ein hilfreicher Ratgeber oder ein gutes Video kann auch später noch gefunden werden und Besucher zu einem Angebot führen.
Mit anderen Einnahmequellen kombinierbar: Später können beispielsweise eigene digitale Produkte oder Dienstleistungen hinzukommen.
Nachteile
Einnahmen entstehen meist nicht sofort: Inhalte und Reichweite müssen zunächst aufgebaut werden.
Abhängigkeit von anderen Unternehmen: Anbieter können Provisionen und Bedingungen verändern oder ein Partnerprogramm ganz einstellen.
Nicht jeder Klick führt zu einer Provision: Ein Besucher kann sich gegen den Kauf entscheiden oder erst dann kaufen, wenn die vorgesehene Zuordnungsfrist bereits abgelaufen ist.
Inhalte müssen gepflegt werden: Produkte, Preise, Funktionen und Bedingungen können sich ändern. Auch ältere Links und Empfehlungen solltest du deshalb gelegentlich überprüfen.
Ist Affiliate-Marketing passives Einkommen?
Affiliate-Marketing wird häufig als Möglichkeit für ein passives Einkommen bezeichnet. Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Ein bereits veröffentlichter Artikel kann tatsächlich Einnahmen bringen, während du gerade nicht daran arbeitest. Bis dieser Artikel gefunden wird, steckt jedoch Arbeit darin. Auch später müssen Inhalte überprüft, aktualisiert und neue Beiträge erstellt werden.
Einzelne Inhalte können also längerfristig Einnahmen erzielen, ohne dass du für jeden Verkauf erneut arbeiten musst. Der Aufbau und die Pflege des gesamten Projekts sind aber nicht passiv.
7. Welche Fehler solltest du am Anfang vermeiden?
Beim Affiliate-Marketing lässt sich vieles erst durch eigene Erfahrungen lernen. Einige typische Fehler kannst du dir jedoch ersparen.
Nur nach hohen Provisionen auswählen
Eine hohe Provision ist verlockend, sagt aber wenig darüber aus, ob ein Produkt zu deinen Lesern passt oder sich überhaupt sinnvoll empfehlen lässt.
Ein Angebot, das ein konkretes Problem deiner Zielgruppe löst, kann wesentlich interessanter sein als ein hoch vergütetes Produkt, für das kaum jemand Verwendung hat.
Zu viele Themen gleichzeitig bearbeiten
Gerade am Anfang gibt es ständig neue Ideen und vermeintlich interessante Möglichkeiten. Wer jedoch viele völlig unterschiedliche Themen gleichzeitig bearbeitet, macht es sich schwer, eine klare Zielgruppe anzusprechen.
Besser ist es, zunächst einen Schwerpunkt zu setzen. Verwandte Themen kannst du später immer noch ergänzen.
Affiliate-Links ohne hilfreichen Inhalt verteilen
Ein Affiliate-Link allein bietet deinen Lesern keinen Mehrwert. Erkläre, warum du etwas empfiehlst, für wen es geeignet ist und gegebenenfalls auch, für wen nicht.
Gerade Vergleiche und Erfahrungsberichte werden glaubwürdiger, wenn neben den Vorteilen auch Einschränkungen genannt werden.
Zu früh viel Geld ausgeben
Website-Tools, SEO-Programme, KI-Dienste und Kurse können hilfreich sein. Für den Einstieg brauchst du aber längst nicht alles davon.
Bevor du etwas kaufst, frage dich:
Welches konkrete Problem löst dieses Werkzeug für mich gerade?
Wenn du darauf keine klare Antwort hast, kannst du mit der Anschaffung meistens noch warten.
Zu schnell Ergebnisse erwarten
Ein paar veröffentlichte Artikel, Videos oder Pins führen nicht automatisch zu regelmäßigen Einnahmen.
Schau deshalb gerade am Anfang nicht nur auf die Einnahmen. Beobachte auch, welche Inhalte gefunden werden, welche Themen Interesse wecken und was du daraus für deine nächsten Inhalte lernen kannst.
Kennzeichnung und rechtliche Anforderungen vergessen
Affiliate-Links müssen transparent gekennzeichnet werden. Auch Impressum, Datenschutz und – abhängig von den eingesetzten Diensten – weitere rechtliche Anforderungen können eine Rolle spielen.
Da sich Vorgaben ändern können und die konkrete Situation unterschiedlich ist, solltest du dich dazu aus aktuellen und zuverlässigen Quellen informieren.
8. Wie kannst du konkret starten?
Du musst nicht schon am ersten Tag einen vollständigen Plan für dein Affiliate-Projekt haben. Sinnvoller ist es, Schritt für Schritt vorzugehen und zunächst eine solide Grundlage zu schaffen.

Schritt 1: Wähle ein Thema
Entscheide dich für einen Bereich, mit dem du dich auch länger beschäftigen möchtest. Prüfe anschließend, ob Menschen nach Informationen zu diesem Thema suchen und ob sich daraus genügend sinnvolle Inhalte entwickeln lassen.
Schritt 2: Überlege, wen du erreichen möchtest
Welche Menschen möchtest du mit deinen Inhalten ansprechen? Welche Fragen haben sie und wobei kannst du ihnen helfen?
Eine grobe Vorstellung deiner Zielgruppe reicht für den Anfang völlig aus.
Schritt 3: Entscheide dich für deinen Hauptkanal
Überlege, wo deine Inhalte hauptsächlich erscheinen sollen. Das kann beispielsweise eine eigene Website oder ein YouTube-Kanal sein.
Du musst nicht überall gleichzeitig starten. Einen zweiten Kanal kannst du später ergänzen, wenn er deinen Hauptkanal sinnvoll unterstützt.
Schritt 4: Sammle erste Themenideen
Notiere Fragen, Probleme und Themen, die für deine Zielgruppe interessant sein könnten. Daraus entsteht nach und nach dein erster kleiner Redaktionsplan.
Einige gute Ideen für den Anfang reichen aus. Du musst nicht schon die nächsten 50 Beiträge planen.
Schritt 5: Veröffentliche erste hilfreiche Inhalte
Jetzt geht es darum, tatsächlich anzufangen. Versuche nicht, jeden Artikel oder jedes Video von Anfang an perfekt zu machen.
Wichtiger ist, dass deine Inhalte verständlich sind, eine konkrete Frage beantworten und deinen Lesern oder Zuschauern tatsächlich weiterhelfen.
Schritt 6: Suche passende Partnerprogramme
Mit ersten veröffentlichten Inhalten kannst du gezielter nach Produkten und Dienstleistungen suchen, die zu deinem Thema und deiner Zielgruppe passen.
Prüfe dabei nicht nur die Provision, sondern auch den Anbieter, das Angebot und die Bedingungen des Partnerprogramms.
Schritt 7: Auswerten und weiterentwickeln
Beobachte, welche Inhalte gefunden werden, welche Themen besonders interessieren und welche Empfehlungen angeklickt werden.
Aus diesen Informationen kannst du ableiten, welche Themen du weiter ausbauen möchtest. So entwickelt sich dein Affiliate-Projekt Schritt für Schritt weiter.
Fazit
Affiliate-Marketing bietet die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringen Startkosten ein digitales Nebeneinkommen aufzubauen. Einfach einen Affiliate-Link ins Internet zu stellen und auf Provisionen zu warten, reicht dafür allerdings nicht aus.
Die Grundlage sind hilfreiche Inhalte für eine bestimmte Zielgruppe und Empfehlungen, die tatsächlich zu diesen Inhalten passen. Reichweite, Vertrauen und Erfahrung entstehen normalerweise nicht über Nacht.
Deshalb ist es sinnvoll, klein anzufangen, erste Inhalte zu veröffentlichen und anhand der eigenen Erfahrungen weiterzuarbeiten. So kannst du herausfinden, ob Affiliate-Marketing zu dir passt, bevor du viel Zeit oder Geld in dein Projekt investierst.
Hast du noch Fragen zum Affiliate-Marketing?
Schreib sie gerne in die Kommentare. Vielleicht gibt es einen Punkt, den du genauer erklärt haben möchtest oder ein Thema, zu dem du dir einen eigenen Ratgeber wünschst.
Deine Fragen helfen mir auch dabei, zukünftige Beiträge so zu gestalten, dass sie wirklich weiterhelfen.