Verschiedene Möglichkeiten, online Geld zu verdienen

Online Geld verdienen:
7 Möglichkeiten für Einsteiger im Vergleich

Wer sich online etwas dazuverdienen möchte, stößt schnell auf unzählige Möglichkeiten – und ebenso viele Versprechen. Affiliate-Marketing, digitale Produkte, Print-on-Demand oder Freelancing: Was davon eignet sich wirklich, wenn man nebenbei starten möchte?

Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Manche Möglichkeiten lassen sich mit wenig Geld ausprobieren, erfordern dafür aber Zeit. Andere setzen bestimmte Kenntnisse oder kreative Fähigkeiten voraus. Und während bei einigen Wegen relativ schnell erste Einnahmen möglich sein können, brauchen andere deutlich mehr Geduld.

In diesem Artikel schauen wir uns sieben unterschiedliche Möglichkeiten für ein digitales Nebeneinkommen an und vergleichen sie nach Startkosten, der Aussicht auf erste Einnahmen, laufendem Aufwand und langfristigem Potenzial. So kannst du besser einschätzen, welcher Weg zu deinen eigenen Voraussetzungen und Vorstellungen passt.

Affiliate-Marketing

1. Affiliate-Marketing

Beim Affiliate-Marketing empfiehlst du Produkte oder Dienstleistungen anderer Anbieter. Kauft jemand über deinen persönlichen Empfehlungslink, erhältst du dafür eine Provision. Für den Käufer wird das Produkt dadurch in der Regel nicht teurer.

Die Empfehlungen können zum Beispiel über eine Website, einen Blog, Pinterest, Social Media oder einen Newsletter erfolgen. Eine große eigene Reichweite ist zum Start nicht zwingend notwendig. Wichtiger ist, Menschen zu erreichen, die sich tatsächlich für das jeweilige Thema interessieren.

Idealerweise sollten die empfohlenen Produkte oder Dienstleistungen zu den Inhalten passen und einen echten Nutzen für die Leser haben. Eine Empfehlung nur deshalb auszusprechen, weil dafür eine hohe Provision gezahlt wird, ist langfristig keine gute Strategie.

Du möchtest mehr über Affiliate-Marketing erfahren? In unserem ausführlichen Ratgeber Affiliate-Marketing für Einsteiger erklären wir Schritt für Schritt, wie Affiliate-Marketing funktioniert, welche Voraussetzungen du brauchst und wie du starten kannst.

Digitale Produkte verkaufen

2. Digitale Produkte verkaufen

Digitale Produkte werden einmal erstellt und können anschließend immer wieder verkauft werden, ohne dass jedes Mal ein neues Produkt hergestellt oder verschickt werden muss. Dazu gehören zum Beispiel Vorlagen, Checklisten, Planer, E-Books, Anleitungen oder digitale Designs.

Verkaufen lassen sich solche Produkte über Plattformen wie Etsy oder über eine eigene Website. Der Einstieg ist mit vergleichsweise geringen Kosten möglich. Dafür braucht es zunächst Zeit, um ein hilfreiches Produkt zu entwickeln und ansprechend aufzubereiten.

Ein Vorteil ist, dass sich digitale Produkte gut an die eigenen Kenntnisse und Interessen anpassen lassen. Wer sich beispielsweise mit Garten, Haushalt, Handarbeit oder einem bestimmten Hobby gut auskennt, kann Lösungen für ganz konkrete Probleme entwickeln. Entscheidend ist weniger, möglichst viele Produkte anzubieten, sondern Produkte zu erstellen, für die es tatsächlich eine Nachfrage gibt.

Auch fehlendes Designtalent muss kein Hindernis sein. In unserem Ratgeber „Ich bin nicht kreativ – kann ich trotzdem digitale Produkte verkaufen?“ zeigen wir, wie du mit einfachen Hilfsmitteln auch ohne besondere Designkenntnisse eigene Produktideen umsetzen kannst.

Erste Einnahmen sind grundsätzlich schon mit wenigen Produkten möglich. Bis daraus ein regelmäßiges Nebeneinkommen entsteht, braucht es jedoch meist Zeit und mehrere gut aufeinander abgestimmte Produkte.

Du möchtest mehr über digitale Produkte erfahren? In unserem ausführlichen Ratgeber „Digitale Produkte verkaufen: So startest du als Anfänger“ erfährst du Schritt für Schritt, wie du eine Produktidee findest, dein erstes digitales Produkt erstellst und wo du es verkaufen kannst.

Freelancing

3. Freelancing

Beim Freelancing bietest du deine Kenntnisse und Fähigkeiten als Dienstleistung an. Das kann zum Beispiel Texterstellung, Übersetzung, Grafikdesign, Recherche, Datenerfassung, virtuelle Assistenz oder die Bearbeitung von Dokumenten sein.

Auf Plattformen wie Upwork oder Fiverr können Freelancer passende Aufträge finden und sich direkt bei potenziellen Kunden bewerben. Alternativ lassen sich Dienstleistungen auch über die eigene Website oder persönliche Kontakte anbieten.

Der große Vorteil: Im Gegensatz zu vielen anderen Möglichkeiten brauchst du keine große Reichweite und musst nicht erst über Monate eine Website oder einen Social-Media-Kanal aufbauen. Wer eine gefragte Fähigkeit mitbringt, kann bereits mit dem ersten Auftrag Einnahmen erzielen.

Dafür ist Freelancing nicht wirklich passiv. Das Einkommen hängt zunächst unmittelbar von der geleisteten Arbeit ab. Außerdem kann es etwas dauern, bis die ersten Kunden gewonnen und gute Bewertungen aufgebaut sind. Mit zunehmender Erfahrung lassen sich jedoch höhere Preise verlangen und Dienstleistungen stärker spezialisieren.

Print-on-Demand

Beim Print-on-Demand werden Produkte wie T-Shirts, Tassen, Poster oder Taschen erst dann bedruckt, wenn ein Kunde sie bestellt. Produktion und Versand übernimmt ein externer Anbieter. Du selbst kümmerst dich vor allem um die Gestaltung der Designs und darum, dass deine Produkte gefunden werden.

Verkaufen kannst du beispielsweise über Marktplätze oder einen eigenen Onlineshop, der mit einem Print-on-Demand-Anbieter verbunden wird. Dadurch musst du weder Produkte vorfinanzieren noch Verpackungen lagern oder Bestellungen selbst verschicken.

Der Einstieg ist deshalb mit relativ wenig Kapital möglich. Allerdings ist die Konkurrenz in vielen Produktbereichen groß. Ein schönes Design allein reicht häufig nicht aus. Wichtig sind eine klar definierte Zielgruppe, interessante Produktideen und eine gute Präsentation.

Auch die Gewinnspanne pro verkauftem Produkt ist meist geringer als bei rein digitalen Produkten, da Herstellung und Versand bezahlt werden müssen. Dafür lässt sich ein einmal erstelltes Design auf verschiedenen Produkten anbieten und immer wieder verkaufen.

Du möchtest genauer wissen, wie Print-on-Demand funktioniert? In unserem Ratgeber „Print-on-Demand für Anfänger: So startest du ohne eigenes Lager“ zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du passende Produkte und eine Nische findest, welche Anbieter es gibt und worauf du beim Einstieg achten solltest. Wenn du noch nicht weißt, welches Thema zu dir passt, hilft dir außerdem unser Ratgeber „Die richtige Nische finden: Ideen für dein Online-Business“ bei der Auswahl.

Selfpublishing
Selfpublishing

5. Selfpublishing

Beim Selfpublishing veröffentlichst du eigene Bücher ohne klassischen Verlag. Das können zum Beispiel Ratgeber, Kochbücher, Arbeitsbücher oder andere Sachbücher sein. Je nach Plattform lassen sie sich als E-Book und/oder gedrucktes Buch anbieten.

Besonders interessant für Einsteiger ist Print-on-Demand: Ein gedrucktes Buch wird erst hergestellt, wenn es tatsächlich bestellt wurde. Du musst deshalb keine größere Auflage vorfinanzieren oder Bücher zu Hause lagern.

Der Aufwand liegt vor allem vor der Veröffentlichung. Neben dem eigentlichen Inhalt müssen beispielsweise Gestaltung, Formatierung und Cover vorbereitet werden. Außerdem sollte vorab geprüft werden, ob es für das gewählte Thema überhaupt eine ausreichende Nachfrage gibt.

Ist ein Buch einmal veröffentlicht, kann es über einen längeren Zeitraum Einnahmen erzielen. Ein Selbstläufer ist Selfpublishing allerdings nicht. Sichtbarkeit, gute Produktseiten und gegebenenfalls weitere passende Veröffentlichungen spielen auch hier eine wichtige Rolle.

Inhalte erstellen

6. Inhalte erstellen und monetarisieren

Wer gerne schreibt, erklärt oder Wissen weitergibt, kann sich mit eigenen Inhalten langfristig eine Einnahmequelle aufbauen. Das kann über eine Website oder einen Blog, einen YouTube-Kanal, einen Podcast oder auch über Social Media geschehen.

Geld verdienen lässt sich damit auf unterschiedliche Weise. Möglich sind zum Beispiel Werbeeinnahmen, bezahlte Kooperationen, Affiliate-Marketing oder der Verkauf eigener Produkte und Dienstleistungen.

Der Einstieg ist mit geringen Kosten möglich, allerdings braucht der Aufbau einer eigenen Reichweite meist Geduld. Gerade am Anfang entstehen viele Inhalte, ohne dass sie sofort nennenswerte Einnahmen bringen. Wer regelmäßig hilfreiche Inhalte zu einem klaren Thema veröffentlicht, kann sich jedoch nach und nach eine Leserschaft oder Community aufbauen.

Wer dafür eine eigene Website nutzt, findet in unserem Ratgeber „Website-Traffic aufbauen: Die besten Traffic-Quellen für Einsteiger“ einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, passende Besucher zu erreichen.

Der Vorteil liegt vor allem darin, dass sich später verschiedene Einnahmequellen miteinander kombinieren lassen. Gleichzeitig gehört diese Möglichkeit eher zu den langfristigen Wegen, online Geld zu verdienen – schnelle Ergebnisse sollte man hier nicht erwarten.

Stockinhalte lizensieren

7. Stockinhalte lizenzieren

Wer gerne fotografiert, zeichnet, gestaltet oder andere digitale Inhalte erstellt, kann diese über Stockplattformen zur Lizenzierung anbieten. Dazu gehören beispielsweise Fotos, Illustrationen, Grafiken, Videos, Musik oder bestimmte Design-Elemente.

Anders als beim Verkauf eines digitalen Produkts wird die Datei dabei in der Regel nicht exklusiv an einen einzelnen Käufer verkauft. Stattdessen können mehrere Kunden eine Lizenz zur Nutzung erwerben. Für jede Lizenzierung erhält der Urheber eine Vergütung.

Die Startkosten können sehr gering sein, wenn die benötigte Ausrüstung oder Software bereits vorhanden ist. Dafür braucht es meist eine größere Anzahl guter Inhalte, bevor regelmäßige Einnahmen entstehen. Außerdem ist die Konkurrenz auf vielen Stockplattformen hoch.

Interessant ist dieses Modell vor allem für Menschen, die ohnehin gerne kreativ arbeiten. Bereits vorhandene Fotos, Illustrationen oder Designs können zu einem Portfolio ausgebaut werden, das über längere Zeit immer wieder Einnahmen bringen kann. Wie bei vielen eher passiven Einkommensmodellen gilt jedoch auch hier: Bis ein umfangreiches Portfolio aufgebaut ist, steckt zunächst einiges an Arbeit darin.

8. Die 7 Möglichkeiten im Vergleich

Die verschiedenen Wege unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Zeit und Geld du zu Beginn investieren musst und wie schnell erste Einnahmen realistisch sind. Die folgende Übersicht dient deshalb als grobe Orientierung:

MöglichkeitStartkostenErste EinnahmenLaufender AufwandLangfristiges Potential
Affiliate-Marketinggeringeher langsammittelhoch
Digitale Produktegeringmittelgering-mittelhoch
Freelancingsehr geringeher schnellhochmittel
Print-on-Demandgeringmittelmittelmittel-hoch
Selfpublishinggeringmittelgering-mittelmittel-hoch
Inhalte erstellengeringlangsamhochhoch
Stockinhaltesehr gering*eher langsammittelmittel

*Vorausgesetzt, benötigte Ausrüstung und Software sind bereits vorhanden.

Wichtig: Die Angaben sind nur eine Orientierung. Wie schnell und wie viel du mit einer Möglichkeit verdienen kannst, hängt unter anderem von deinen Fähigkeiten, deinem Thema, der Nachfrage und der Zeit ab, die du investieren kannst.

9. Welche Möglichkeit passt zu dir?

Welche Möglichkeit am besten zu dir passt, hängt vor allem davon ab, was du bereits kannst, wie viel Zeit du investieren möchtest und ob du möglichst schnell erste Einnahmen erzielen oder lieber langfristig etwas aufbauen möchtest.

Du möchtest möglichst schnell erste Einnahmen erzielen?
Dann kann Freelancing interessant sein. Statt zunächst Reichweite oder eigene Produkte aufzubauen, verkaufst du eine Fähigkeit oder Dienstleistung, die du bereits anbieten kannst.

Du möchtest etwas erstellen, das sich mehrfach verkaufen lässt?
Digitale Produkte, Print-on-Demand, Selfpublishing oder Stockinhalte können dafür infrage kommen. Hier investierst du zunächst Zeit in die Erstellung. Ein einmal erstelltes Produkt kann anschließend mehrfach verkauft werden.

Du möchtest langfristig eine eigene Plattform aufbauen?
Eine Website, ein Blog oder andere eigene Inhalte bieten dafür viele Möglichkeiten. Bis eine ausreichende Reichweite entsteht, braucht es allerdings Geduld. Später lassen sich verschiedene Einnahmequellen miteinander kombinieren.

Du möchtest keine eigenen Produkte entwickeln?
Dann kann Affiliate-Marketing eine Möglichkeit sein. Du empfiehlst passende Produkte oder Dienstleistungen anderer Anbieter und erhältst bei einem vermittelten Verkauf eine Provision.

Und man muss sich nicht für immer festlegen
Die verschiedenen Möglichkeiten schließen sich nicht gegenseitig aus. Häufig lassen sie sich sogar sinnvoll miteinander kombinieren. Eine Website kann beispielsweise zunächst über Affiliate-Marketing Einnahmen erzielen und später durch eigene digitale Produkte ergänzt werden. Wichtig ist vor allem, nicht alles gleichzeitig zu beginnen, sondern zunächst einen Weg auszuwählen und erste Erfahrungen zu sammeln.

10. Fazit: Der passende Weg hängt von dir ab

Online Geld zu verdienen ist auf unterschiedliche Weise möglich – den einen Weg, der für jeden funktioniert, gibt es jedoch nicht. Manche Modelle eignen sich besser, wenn du möglichst schnell erste Einnahmen erzielen möchtest, andere brauchen mehr Zeit, können dafür aber langfristig wachsen.

Überlege deshalb zunächst, welche Fähigkeiten und Interessen du bereits mitbringst, wie viel Zeit du investieren kannst und ob du lieber Dienstleistungen anbieten oder etwas Eigenes aufbauen möchtest.

Du musst dabei nicht von Anfang an den perfekten Weg finden. Starte mit einer Möglichkeit, sammle Erfahrungen und entscheide anschließend, ob du diesen Weg weiter ausbauen oder mit einer anderen Einnahmequelle kombinieren möchtest.

Welche Möglichkeit interessiert dich am meisten?
Oder hast du bereits Erfahrungen damit gesammelt? Schreib es gerne in die Kommentare.

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